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Wann wird Gaming vom Hobby zum Profi-Sport?

Viele definieren Gaming als das regelmäßige Spielen, meistens von elektronischen Spielen mit der Absicht, das Spiel zu gewinnen. Auch wenn das nicht für alle Spiele passt (gerade bei Rollenspielen kann man nicht wirklich das Spiel gewinnen), so stimmt das doch für die meisten Bereiche. Wer hin und wieder mal an einem Videospielautomaten sitzt oder bei Freunden mal an der PlayStation gezockt hat, ist mit Sicherheit noch kein Gamer. Wer aber jedes Wochenende (oder sogar öfter) stundenlang an der Konsole sitzt, der hat daraus schon ein Hobby gemacht.

Ambitionierte Spieler verbringen nicht nur viel Zeit mit diesem Hobby, sondern investieren auch in die Ausrüstung. Heute braucht man entweder eine leistungsfähige Konsole und einen superschnellen Internetanschluss oder aber einen PC. Dieser sollte dann auch eine entsprechend schnelle Grafikkarte und einen ebenso schnellen und leistungsfähigen Prozessor haben. Außerdem wird ein spezielles Keyboard für Gamer angeschafft, bei dem bestimmte Tasten schon markiert sind und andere mit Funktionen belegt werden können. Um mit anderen Spieler kommunizieren zu können braucht es noch ein Headset. Und schließlich darf auch eine gute Maus nicht fehlen, die schnell und präzise reagiert.

Wer lange Zeit Erfahrungen gesammelt hat und im Spiel immer besser geworden ist, wird irgendwann überlegen aus dem Hobby auch einen Beruf zu machen. Das ist aber einfacher gesagt als getan. Denn zum einen sind in Deutschland die Einkommensmöglichkeiten für eSport-Profis noch recht gering. Es gibt eine sehr dünne Spitze an Topsportlern die gutes Geld verdienen, aber in der Breite werden die Erträge schnell geringer. Was man als Profi auf jeden Fall braucht, ist regelmäßiges Training. Hier unterscheidet sich der Hobby- vom Berufsspieler. Jeden Tag muss man einige Stunden am Computer sitzen. Außerdem gilt es mit einem Trainer Spielstrategien zu besprechen. Gesundheit ist ebenso wichtig, denn es kann bei übermäßigem Spielen schnell zu Handgelenksentzüdungen kommen.

In die Spitze kommt man auch selten alleine. Die besten Spieler in Deutschland sind Mitglieder vom Clans, in denen sie die Karriereleiter nach oben erklimmen können. Wer Einzelspieler ist, braucht neben Talent und Disziplin vor allem Kontakte, die ihm Zugang zu Turnieren, aber auch zu Werbepartner schaffen können. Denn gerade die Werbeeinnahmen machen einen großen Teil des Budgets eines Profispielers oder einer Topmannschaft aus.

Wer Profi werden will, sollte sich auch darüber im Klaren sein, dass wie in fast allen Sportarten eine Karriere nicht allzu lange dauert.